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Länderprofil Bulgarien. (PDF)

PUBLICATION DATE: 10/2013
FORMAT: DIN A4
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Bulgarien ist zur Deckung seines Energiebedarfs zu etwa 60 Prozent von Importen abhängig. Mit der geringsten Energieeffizienz unter den EU-Mitgliedsstaaten hat das Land gleichzeitig eine hohe Energieintensität. Die Strompreise des Landes sind die niedrigsten in der EU, während die Gaspreise mit zu den höchsten zählen. Vor diesem Hintergrund plant das Land mit seinem Energieaktionsplan den Ausbau der Erneuerbaren an der Energieversorgung bis auf 16 Prozent im Jahr 2020 zu steigern (2011: ca. 10 Prozent). Das vorrangige Instrument zur Förderung sind Einspeisetarife. Generell weist Bulgarien ein hohes Potenzial für Bioenergie auf, die bereits stark im Wärmesektor verankert ist, jedoch weiter ausgebaut werden soll. Die Potenziale für Solar- und Windenergie sind ebenfalls sehr gut. In den letzten Jahren konnte ein starker Ausbau der beiden Technologien beobachtet werden. Die Umweltbedingungen für den Zubau im Bereich Windkraft wurden indes verschärft und durch die begrenzten Aufnahmekapazitäten des Netzes werden im Bereich der Solar- und Windtechnologien lediglich Anlagen mit einer Kapazität bis 200 kW angeschlossen. Die Unsicherheit der Investoren in Folge der letztjährig erhobenen Netzanschlussgebühren hat sich nach erfolgreicher Anfechtung in mehreren Fällen etwas gelegt. Als EU-Mitgliedsland ist Bulgarien an die Richtlinien der Europäischen Union gebunden und hat die Vorgaben in die nationale Gesetzgebung integriert. Der Energiemarkt des Landes ist weitestgehend liberalisiert und soll ab 2015 vollständig geöffnet sein. Der Erneuerbare-Energien-Sektor ist durch notwendig durchzuführende Energieeffizienzmaßnahmen und die Abhängigkeit Bulgariens von Energieimporten nach wie vor ein Wachstumsmarkt und bietet Chancen für deutsche Unternehmer. Das Länderprofil Bulgarien gibt Auskunft über den Stand der Maßnahmen und Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien im Zielmarkt.

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